Musik verkaufen ohne GEMA: Geht das oder gibt es dann Ärger?

Musik verkaufen ohne GEMA: Geht das oder gibt es dann Ärger?

Musik verkaufen ohne GEMA – geht das? Muss ich Mitglied bei der GEMA sein, um meine Musik bei iTunes oder Amazon zu verkaufen? Die Mitgliedschaft bei der GEMA kostet Geld. Vor allem neue Bands wollen und können sich das oft nicht leisten.

Musik verkaufen ohne GEMA?

Die GEMA und das Urheberrecht

Als Künstler möchte man, auf der rechtlich sicheren Seite sein. In diesem Zusammenhang wird oft die GEMA genannt, da allgemein davon ausgegangen wird, dass erst dann die eigene Musik geschützt ist. Denn im Gesetz steht folgendes: Wird das Musikstück dem Urheber geklaut, dann ist dieser in der Beweispflicht (Urhebergesetz §10). Und – die Annahme, die Anmeldung eines Titels bei der GEMA schütze die Komposition liegt nahe, doch die GEMA selbst sieht das anders. Denn die GEMA ist ein Inkassogesellschaft, welche Gebühren für Musiker eintreibt und nicht für Urheber-Rechtschutz tätig. Wer sich rechtlich absichern möchte, sollte die Musik beim Notar hinterlegen. Damit ist wäre der rechtliche Aspekt schon einmal geklärt.

Die GEMA und der Musikvertrieb

Nun kann es los gehen: Über Anbieter für den Verkauf von Musik (sogenannte Agregatoren), wie z.B. Zimbalam oder recordjet, können Musiker, Bands, DJs, etc. Musik „einfach“ online verkaufen. Doch brauche ich hier nicht die GEMA, die das mit den Einnahmen regelt? Die Antwort ist hier ganz klar: Nein. Die Ausszahlung erfolgt über die Musik-Agregatoren.  Diese überweisen die Einnahmen aus den Musikverkäufen meistens über Paypal.

Was bedeutet das für mich?

Fazit: Die GEMA schützt nicht das Urheberrecht, sondern nimmt nur Verwertungsrechte wahr. Wenn Du selbst als Komponist bist und keinen Verwertungsvertrag mit der GEMA abgeschlossen hast, kannst Du Deine Songs ohne Abführungen an die GEMA frei verkaufen. Du bist als Musiker also nicht verpflichtet, der GEMA beizutreten.

Radiopromotion 2.0: Die eigene Band auf Spotify

Radiopromotion 2.0: Die eigene Band auf Spotify

Beim Musik Marketing geht es darum eine langfristige nachhaltige Fan-Basis aufzubauen mit einer Vielzahl von (Musik-)Erlebnissen zwischen Fan und Band aufzubauen. Spotify ist der größte Radiosender der Welt und hat vielleicht schon bald das „klassische“ Internetradio abgelöst. Wenn es also darum geht Fans zu gewinnen und eine Beziehung zu Fans aufzubauen, dann sollte man sich Spotify einmal genauer ansehen. Nachfolgend die Antworten auf die wichtigsten Fragen rundum Promotion für Musiker und Bands.

Band Promotionmit Spotify
Band Promotionmit Spotify

Wie bekomme ich meine Band in Spotify? Wie registriere ich mich als Band bei Spotify?

Am besten gehst Du den Weg über einen Aggregator. Dieser hat bereits einen Vertrag mit Spotify laufen und sammelt Musik, von z.B. auch unbekannten Künstlern, die er an Spotify sendet. Aktuell ist es bei Spotify nicht möglich, dort direkte Verträge abzuschließen. Wenn du deine Musik ausschließlich selbst veröffentlichst, oder ein kleines Label ohne bestehenden Bereitstellungspartner oder Plattform vertrittst, dann kommst Du über die Aggregatoren auf Spotify. Eine vollständige Liste der Aggregatoren, mit denen Spotify zusammenarbeitet findest Du hier.

Folgende Künstleraggregatoren stellen Spotify Musik einzelner oder unsignierter Künstler zur Verfügung. Wenn du Musik auf Spotify veröffentlichen möchtest, setze dich mit diesen Aggregatoren in Verbindung.

Wie bekomme ich eine  Künstler-Profil-Seite auf Spotify?

Die  Künstler-Profil-Seite wird aus den Metadaten, die von deinem Digitalvertrieb (oder Aggregator) zur Verfügung gestellt werden, generiert. Die Biografie holt sich Spotify von allmusic.com. Unter http://www.allmusic.com/product-submissions kannst Du deine Band-Bio. Es kann allerdings einige Zeit dauern bis die Daten überprüft und übermittelt werden.

Wie ändere ich meine Albumdaten auf Spotify?

Die in den Metadaten deiner Musik sind Informationen zu Deinem Album, einen Titeln oder andere Metadaten, die sich auf dein Album beziehen, gespeichert. Über Spotify kannst Du diese Metadaten nicht ändern. Wenn Du feststellst, dass diese Metadaten falsch sind, dann gehst Du am besten den Weg über deinen Aggregator. Stelle dort den Inhalt erneut mit den korrekten Metadaten bereit. Spotify aktualisiert dann die Datenbank, sobald sie das Album mit den korrekten Informationen eintrifft.

Wie kann ich mein Album auf Spotify bewerben?

Mittlerweile gehört Spotify -Werbung sogar zum guten Ton für alle Major-Labels. Egal ob in Form von Audio- Anzeigen, die Nicht-Premium- Nutzer Spotify hören oder in Form verschiedener Werbeformen, welche innerhalb von Spotify zu sehen sind. Mehr Informationen zur Werbung auf Spotify erhältst Du hier. Bei der Zusammenarbeit mit Major-Labels verstärkt Spotify die Promotion zusätzlich über den eigenen Blog, einen Newsletter (über 2 Millionen Abonnenten) und Posts auf der Facebook-Page. Wie das bei Indie-Künstlern abläuft werde ich hier veröffentlichen, sobald ich eine Antwort auf meine Anfrage von Spotify erhalte.

Wie bekomme ich den Link zu meiner Band auf Spotify?

Um den Link zu deiner Band-Seite auf Spotify zu erhalten rufe Spotify über folgende Adresse auf https://play.spotify.com. Klicke dann auf das „Suchen“-Symbol in der linken Spalte. Gebe dann in den Suchschliz den Namen Deiner Band ein. Kopiere nun den Link oben in der Adressleiste deines Browsers. Diesen Link kannst Du nun verwenden, um Leute auf das Spotify-Profil deiner Band zu leiten.

Wie kann ich neue Fans über Spotify gewinnen?

Über Spotify-Playlists kannst Du auf einfache und effektive Weise neue Fans auf Deine Musik aufmerksam machen. Die Playlist mit Deiner Musik kannst Du über einen Link deinen Fans weitergeben. Alle Freunde auf Facebook werden benachrichtigt, sobald sich ein Fan deine Playlist anhört, was für eine zusätzliche virale Verbreitung Deiner Musik sorgt.

Wie bekomme ich den Anhören-Button für Spotify auf meine Facebook-Seite?

Auf vielen Facebook-Seiten für Musiker/Bands findet man rechts oben neben dem Like-Button den Anhören-Button. Über diesen Button lässt sich wunderbar Spotify in die Musiker-Fanpage auf Facebook integrieren. Um einen solchen Butten einbinden zu können, muss Deine Musiker-Fanseite mehr als 5.000 Fans haben. Dann kannst Du ein Musikverzeichnis und eine „Musik hören“-Schaltfläche beantragen. Mehr Informationen dazu erhältst Du hier: https://www.facebook.com/help/355486024500911/?q=band%20listen%20button&sid=0BQGoTn6djKjRjeTi

Schritt-Für-Schritt-Anleitung

  1. Öffne den Administratorbereich
  2. Klicke auf „Hilfe“.
  3. Wähle „Hol dir weitere Funktionen“. Diese Option ist nur für einige Seiten verfügbar.
  4. Bestätige, dass du offizieller Vertreter deiner Seite bist.
  5. Klicke auf „Absenden“.

Ein Mitarbeiter von Facebook prüft dann deine Anfrage. Sobald diese bestätigt ist, kannst du Titelverzeichnisse auf deiner Seite bearbeiten:

  1. Klicke oben auf deiner Seite auf „Seite bearbeiten“
  2. Wähle „Einstellungen bearbeiten“
  3. Klicke auf den Reiter „Mehr“ und wähle „Musik“
    Dort kannst du Links zum Hinzufügen und Entfernen deiner Titelverzeichnisse bei unterstützten Musikanbietern hinzufügen.

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Das meiste Geschäft macht die Musikindustrie mit Weihnachtsmusik! (Alle Jahre wieder)

Das meiste Geschäft macht die Musikindustrie mit Weihnachtsmusik! (Alle Jahre wieder)

Weihnachtsmusik in den Charts? Ja, alle Jahre wieder ist Weihnachtsmusik in den offiziellen Musik-Charts von media control in Deutschland. Acht CDs und drei Singles bringen den Künstlern eine frühzeitige Bescherung zum Weihnachtsfest.

Ja, das Fest der Liebe naht. Und so bringen viele Musiker und Musikerinnen neue Songs auf den Markt. Christina Aguilera, Rihanna oder Lana del Rey setzen zum Jahresausklang auf das rentable Geschäft am Ende des Jahres. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft, landen somit jedes Jahr zahlreiche VÖs in den Charts. Denn das meiste Geschäft macht die Musikindustrie um Weihnachten – mit Weihnachtsmusik.

Über ein Viertel aller Musikverkäufe fällt in das Weihnachtsgeschäft

Erstaunlich ist, dass über ein Viertel aller Tonträgerverkäufe in den Monaten Oktober bis Dezember stattfindet und somit in das verkaufsstarke Weihnachtsgeschäft (Abb. unten) fällt. (Quelle: http://www.musikindustrie.de/jwb-umsatz-10/print/1/) Die nahe liegende Vermutung, dass die Musikeinkäufe als Geschenk unter dem Baum liegen ist laut Bericht Des Bundesverband Musikindustrie nicht ganz korrekt. Ein Teil der Verkäufe wird nämlich nach Weihnachten getätigt. Dieser dient vermutlich dazu, die eigene Musiksammlung aufzustocken.  Weitere kleine Ausschläge sind um Ostern zu verzeichnen. Sie bringen immerhin 8,6 Prozent des Jahresumsatzes.

Spitzenreiter der Weihnachtsmusik 2012

Spitzenreiter sind der Weihnachtsmusik die Live-Alben zweier Rocklegenden: Led Zeppelin und AC/DC. Led Zeppelins Album „Celebration Day“ führt die Charts an und wird somit an erster Stelle gefeiert.

Platz 2 belegt „Live At River Plate“ von AC/DC. Die Doppel-CD ist genau richtig am 16. November 2012 erschienen – zwanzig Jahre nach der Veröffentlichung von Live , das in den deutschen Charts Platz fünf und Goldstatus erreichte.

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„Niemand hatte zuvor von The Makemakes gehört und dann waren sie plötzlich so ’steil‘ unterwegs.“

„Niemand hatte zuvor von The Makemakes gehört und dann waren sie plötzlich so ’steil‘ unterwegs.“

The Makemakes haben sie im Mai 2012 gegründet. Sie hatten keine große Fanbase. Sie hatten keinen Plan von Band Promotion. Sie haben es einfach gemacht – nach dem Motto „So machen wir’s, dann machen wir’s und gemeinsam machen wir’s!“. Plötzlich tauchten The Makemakes bei diversen Downloadstores ganz oben auf. Nun sind sie erfolgreich und die „gute Popmusik von um die Ecke“ läuft in den Mainstream Radios.

Die Leute haben kein Problem damit, gute Popmusik von um die Ecke in den Mainstream Radios zu hören, ganz im Gegenteil, das unterstützen sie gerne.
„Die Leute haben kein Problem damit, gute Popmusik von um die Ecke in den Mainstream Radios zu hören, ganz im Gegenteil, das unterstützen sie gerne.“

musik-marketing.net: Hallo und vielen Danke an „The Makemakes“ für die Zusage zum Interview. Ihr habt es Anfang Mai 2012 mit eurem Hit „The Lovercall“ ausschließlich durch bezahlte Musikdownloads wie aus dem nichts in die Charts geschafft. Wie überraschend kam das für euch?

The Makemakes: Wir hatten uns die Latte was Erfolg betrifft von Anfang an recht hoch gesetzt.

Von Überraschung kann man also nicht wirklich sprechen. Eher von der grossen Freude darüber, dass harte Arbeit in Verbindung mit konkreter Plan- und Zielsetzung so effizient ist. Wir sind keine Kompromisse eingegangen, weder bei der Musik, noch beim Video. Alles musste für unsere Augen und Ohren perfekt sein.

Wir hatten unseren Freundeskreis und eine kleine lokale Fancommunity, die uns schon zu unseren Zeiten als „Skaverells“ treu waren. Von einer soliden Fanbase im Sinne einer national bekannten Band konnte man also gar nicht sprechen. The Makemakes gibt’s seit dem 1. Mai 2012 – begründet mit dem Youtube release des Videos. Wir haben also mit dieser Hand voll Fans bei etwa null Komma 2 Prozent angefangen.

Dass dabei der Nerv der viralen Vermarktung getroffen werden soll, stand dabei gar nicht im Vordergrund.
„Dass dabei der Nerv der viralen Vermarktung getroffen werden soll, stand dabei gar nicht im Vordergrund.“

musik-marketing.net: Im Mai habt ihr euer Video auf Youtube gestellt, am Mitte Juni seid ihr in die Charts eingestiegen, Ende Juni ward ihr bei „Musicload“ auf Platz 1 und in den iTunes Rock Charts auf Platz 3. Das ist schnell gegangen. Wann und wie habt ihr gewusst, dass eure Single „The Lovercall“ in den Charts eine Chance haben könnte?

Die Reaktionen auf das Video waren überwältigend. Es regnete in kürzester Zeit sehr viel Lob. Die meisten Leute konnten es nicht glauben, dass The Makemakes eine österreichische Band und noch dazu eine aus Mondsee bei Salzburg sind.

Niemand hatte zuvor von The Makemakes gehört und dann waren sie plötzlich so „steil“ unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt hat es sich spätestens bemerkbar gemacht, dass der Tune nicht den üblichen 30 Releases der Woche aus der lokalen Indie Szene zuzurechen ist. Zum selben Zeitpunkt tauchten wir auch schon bei diversen Downloadstores ganz oben auf.

„Der Link kam in nicht typisch Musik affinen physikalischen Magazinen vor. Das waren wichtige Faktoren für die Viralität.“

musik-marketing.net: Das Musikvideo zu „The Lovercall“ ist witzig. Es hat auch einen guten viralen Charakter um über soziale Netzwerke verbreitet zu werden. Wer kam auf die Idee dazu?

Die Single von The Makemakes: "The lovercall"
Die Single von The Makemakes: „The lovercall“

Hast Du dir mal den Text zu The Lovercall genauer angehört? Da geht es richtig zur Sache – ein echter Liebesruf eben. Aber mit verliebten blinzelnden Augen eine Herzschmerznummer à la Justin Bieber abzuziehen wäre nicht unsere Schublade gewesen. Ausserdem fehlten uns die 70er Jahre Musclecars und die großstädtische Skyline dafür. Uns standen Opel Corsa Bj. 99 und steile Berge mit saftigen Wiesen zu Verfügung und die haben das LA feeling nicht so richtig aufkommen lassen.

Aber vielleicht wird’s ja jetzt was damit. lol. Zurück zur eigentlichen Frage: Dass Lovesongs aus der Musik nicht weg zu denken sind und bei der musikalischen Werkschaffung seit Menschengedenken Motivationsgrundlage darstellen, steht fest. Daher sind „Love“, genauso wie „Hate“ in all ihren Ausformungen sehr oft Thema bei uns. Das Besingen der elementarsten Gefühlsregungen, die uns Menschen neben dem abstrakten Denken ja angeblich von den Tieren unterscheiden, hat eben musikalische Tradition und in dieser bewegen wir uns mit The Lovercall.

Wir wollten aber auf keinen Fall als eine Art Boyband rüberkommen, die in einen Teleprompter grinst und dabei über ihre Sneakers stolpert. So haben wir beschlossen uns lieber um die bildnerische bzw. künstlerische Ästhetik der visuellen Präsentation des Videos zu kümmern. Stilistische Einflüsse, die in unserem Songwriting auch eine wichtige Rolle spielen, wie die Beatles, die 60er Jahre etc. haben sich dabei dann ganz selbstständig manifestiert. Das Konzept zum Video baut auf diesen Stilistiken auf. Dass dabei der Nerv der viralen Vermarktung getroffen werden soll, stand dabei gar nicht im Vordergrund.

musik-marketing.net: Wie habt ihr das Youtube-Video ausserhalb von facebook promotet?

Der Link kam in ein paar Blogs, aber vor allem auch in nicht typisch Musik affinen physikalischen Magazinen vor. Das waren wichtige Faktoren für die Viralität. Mittlerweile haben wir auch schon Freunde bei der Celebrity Press und das hilft natürlich auch gewaltig. (Lach!)

Weiter lesen „So kam Lovercall in die Charts“

Die eigene Musik verkaufen – für einen Sixpack Bier + Pizza

Die eigene Musik verkaufen – für einen Sixpack Bier + Pizza

Schon bei der Anmeldung für einen digitalen Musikvertrieb oder ein Crowdfunding-Projekt stehen Musiker, die eigene Musik verkaufen möchten, oft vor einem Problem. Die AGB vieler digitaler Musikvertriebe oder Crowdfunding-Plattformen für Musiker sind undurchsichtig und die Konditionen oft unfair. Bei Jorin Zschiesche von recordJet und bei Tino Kreßner von startnext ist das anders. Bei ihren Services gehen 100% der Einnahmen an die Künstler. Doch eine Veröffentlichung oder ein Crowdfunding-Projekt allein bringt noch keinen Erfolg. Was es braucht, für einen gelungenen Release und ein erfolgreiches Crowdfunding-Projekt, hat musik-marketing.net in diesem Interview erfahren.

Jorin Zschiesche von recordJet und Tino Kreßner von startnext
Jorin Zschiesche von recordJet und Tino Kreßner von startnext

musik-marketing.net: Amanda Palmer sagte in einem Interview in der taz „Keiner wird eine Band unterstützen, die ihm scheißegal ist.“ (01.06.12, taz) Was macht Eurer Meinung nach eine interessante Band aus?

Jorin (recordjet): Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das sieht man bereits im Freundeskreis, wenn man nach der Lieblingsmusik fragt. Auch innerhalb der recordJet Crew könnten die Geschmäcker kaum unterschiedlicher sein. Für mich persönlich ist eine Band interessant, wenn sie innovativ ist, etwas neues ausprobiert und sich nicht in festgefahrenen Linien bewegt. Sofern sie dann noch Menschen berühren kann – in welcher Form auch immer – und vielleicht etwas poppig ist, stehen eigentlich alle Türen offen. Da findet man sie auch ganz schnell auch auf meinem kleinen Musikvideo-Blog eargasm.tv und hoffentlich natürlich auch bei recordJet.

musik-marketing.net: Wie kam es zur Kooperation von recordJet und startnext?

Jorin: Tino und ich haben uns in Dresden kennengelernt – da standen recordJet und StartNext noch ziemlich am Anfang. Wir haben ziemlich schnell gemerkt, dass unsere Konzepte gerade in der heutigen Zeit sehr gut zusammenpassen.

Tino (startnext): Musikprojekte sind nach Filmen auf startnext die häufigste Kategorie. Vielen haben uns nach erweiterten Services gefragt. recordJet hat in diesem Bereich bereits ein Netzwerk aufgebaut. Wir fanden, dass wir dieses mit unseren Leistungen sehr gut ergänzen konnten.

Jorin: „Eine Veröffentlichung ist bereits für einen Sixpack Bier + Pizza möglich.“

musik-marketing.net: Bevor man sein Album als Musikdownload anbietet, sollte man gute Musikstücke und eine gute Produktion haben. Das kostet neben der Zeit auch viel Geld, welches später wieder größtenteils in die Bandkasse zurückfließen sollte. Kann man als Musiker nur durch die Einnahmen von Musikdownloads leben?

Jorin: Das können sicherlich nur sehr wenige Musiker. Musikdownloads und auch Streamings sind trotz der enormen Zuwachsraten nur ein Teil der Gesamteinnahmen. Die meisten Musiker, die von ihrer Musik leben können, beziehen auch Einnahmen aus Konzerten, Merchandising, Verwertung und CD-Verkäufen. Jedoch wird die digitale Vermarktung heutzutage immer wichtiger.

Jorin: "Eine Veröffentlichung ist nereits für einen Sixpack Bier + Pizza möglich."
Jorin: „Je nach Anzahl der Neuveröffentlichungen benötigt man für den Chartseinstieg mehr oder weniger Verkäufe.“

musik-marketing.net: Wie viel Geld kann man durchschnittlich mit Musikdownloads verdienen?

Jorin: Bei recordJet gibt es Musiker, die von ein paar Euro bis ein paar tausend Euro pro Monat verdienen. Das hängt sehr von der Musik selbst und der Bekanntheit des Künstlers ab. Deshalb bieten wir auch professionelle Promotionservices an, z.B. zusammen mit der berliner Promo-Agentur Macheete, sowie kostenlose Expertentipps in unserem Blog. Dass die Musiker bei uns mehr als irgendwo anders bekommen ist zudem in unserem Konzept begründet: Wir bezahlen jeden Cent, der uns von den Stores überwiesen wird, an die Künstler aus. Wird bei iTunes Europe beispielsweise ein Track für 0,99 € verkauft, behält iTunes 0,28 € für Steuern, GEMA und Selbstanteil, die restlichen 0,71 € werden ohne Abzüge dem recordJet Passagier gutgeschrieben.

musik-marketing.net: Welche Vorteile für Musiker ergeben sich aus der Kooperation von recordJet und startnext?

Jorin: Das sind hauptsächlich Vergünstigungen auf unsere Dienstleistungen. StartNext-Kunden erhalten von recordJet einen exklusiven Rabatt für ihre Veröffentlichung.

Tino: Auf Startnext können Musiker direkt aus ihrem Projekt heraus Sticker, Flyer und Pressemappen generieren. Diese Zusatzfeatures sollen die Crowdfunding-Kampagnen unterstützen und sind für recordjet Passiere günstiger. Zudem bieten unsere Projektbetreuer eine erweiterte Kampagnenberatung an, damit Crowdfunding dann auch in das Gesamtkonzept optimal passt.

musik-marketing.net: Amanda Palmer hat 1,2 Millionen US-Dollar mit Crowdfunding gesammelt. Was war die größte Summe, die ein Musiker auf startnext gesammelt hat?

Tino: In den USA ist Crowdfunding bereits wesentlich mehr etabliert als in Deutschland. Die höchste Fundingsumme unter den Musikern hat Katja Keller mit 15.500 € eingesammelt. Sie geht mit dem Geld in das Studio von Peter Maffay.

musik-marketing.net: Die Kreativität des Pitch-Videos entscheidet oft darüber, ob die Leute eine Idee supporten. Was sind die größten Fehler beim Pitch-Video?

Tino: Der größte Fehler ist es wohl einfach nur ein Musikvideo zu zeigen. Die persönliche, authentische Ansprache auf Augenhöhe ist extrem wichtig. Das Projekt muss kurz erklärt werden und gesagt werden, was mit dem Geld realisiert wird.

Weiter lesen „Mit Crowdfunding 15.500 € eingesammelt“

Rolling Stones – 50 Jahre Vorbild für das gesamte Musikbusiness

Rolling Stones – 50 Jahre Vorbild für das gesamte Musikbusiness

Die Rolling Stones Inc. feiert ihren 50. Geburtstag. Keine Band macht mehr Umsatz mit Live-Konzerten. Musik-Marketing.net zeigt, wieviel Geld die Stones verdienen. Eine Band, die 50 Jahre erfolgreich am Musikmarkt besteht, ist etwas besonderes. Richards, Mick Jagger, Charlie Watts und Ron Wood müssen wissen wie es geht.

50 Jahre Rolling Stones
50 Jahre Rolling Stones

Der Vorstandschef der Rolling Stones Inc. ist ein Deutscher. Rupert Prinz lieferte die Anleitung zum Geldverdienen. Ehe er der Vermögensverwalter der Stones wurde, war er bei der Londoner Privatbank Joseph & Sons tätig. Er verwandelte das wilde Konstrukt um Tourneen, Lizenzen, Platten und Merchandising in ein lukratives Geschäft. Und er sorgte dafür, dass die Einnahmen der Stones gesichert waren.

Wegen Steuervergünstigungen wechselte der Sitz des Unternehmens im Jahr 1971 nach Südfrankreich. Vor vier Jahren wechselten sie von EMI zu Universal Music.

Im Jahr 2009 – 2011 560 Millionen Dollar verdient

Die Unternehmung Rolling Stones hat in den Jahren vor allem mit Live-Konzerten Kasse gemacht. Auf der „Bigger-Bang“-Tour (2005 bis 2007) kostete ein Ticket im Berliner Olympiastadion 175 Euro. In den Charts hingegen war ihr letzter großer Superhit „Start me up“ im Jahr ’81.

Das Vermögen der beiden Haupteigentümer der Firma, Jagger und Richards, wird auf 300 Millionen Dollar sowie 270 Millionen geschätzt. Mit Solokarrieren hat sie hingegen wenig Erfolg.

Die Rolling Stones gehören zusammen. Sie sind nun schon 50 Jahre im Geschäft und feiern einen legendären Erfolg. Wir gratulieren!

Quelle: www.sueddeutsche.de

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Kunst, Videos oder Musik online vermarkten (Selbstvermarktung)

Von Selbstvermarktung im Internet kann man ganz gut leben. In dem Artikel „SELBSTVERMARKTUNG ONLINE – Kreativ im Netz“ beschreibt KERSTIN DEMBSKY für die TAZ wie es gehen kann. Wir haben uns die wichtigsten Tools angesehen und für euch zusammengefasst, wie ihr im Internet Geld verdienen könnt.

Wer am lautesten schreit, hat die besten Chancen im Netz? Es geht auch kreativer.
Wer am lautesten schreit, hat die besten Chancen im Netz? Es geht auch kreativer. (TAZ, (c) Photocase)

2.500 € im Monat verdienen durch „flattr“.

logo-flattrTim Pritlove produziert Podcasts und verdient damit ca, 2.500 € im Monat durch Spenden. Über den Dienst flattr können ihm Nutzer Geld spenden.

Geld verdienen mit flattr – so geht’s:

Such Dir aus wie viel du im Monat spenden möchtest. Wenn du dann einen Flattr Button auf einer Webseite die du magst siehst, klick ihn.

Bis zum Ende des Monats zählt flattr all deine Klicks und verteilt deinen monatlichen Betrag zwischen all denen, die du geklickt hast.

Jetzt loslegen mit flattr

25.000 Dollar durch „kickstarter“ verdient


Die Illustratorin Molly Crabapple wollte eigentlich nur 4.500 Dollar für ihr Projekt. Am Ende hatte Sie 25.000 Dollar durch Spenden von 745 Menschen erhalten.

Geld verdienen mit kickstarter – so geht’s:

Kickstarter ist die größte Plattform für Crowdfunding. Vergebe interessante Prämien – limitierte Auflagen, one-of-a-Art, Spaß und Erlebnisse (Partys, Filmvorführungen, Ballonfahrten!) und sammel dadurch Spenden für Dein Projekt. Du gibst an, wievel Geld Du benötigst, damit Du Dein Projekt realisieren kannst. Dann geht es los bis Du das festgelegte Budget erreichst – oder mehr!

Jetzt loslegen mit kickstarter

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Spotify – Kostenloses Musik Streaming à la Pandora

Spotify – Kostenloses Musik Streaming à la Pandora

Spotify, der neue Dienst für Musik Streaming, plant Empfehlungs-Funktion wie Pandora. Die großen Player im Musik-Biz wie Sony Music, Universal Music und EMI wurden bereits von Spotify über die Pläne informiert.

Empfehlungs-Funktion wie Internet-Radio Pandora

Wer Pandora noch nicht kennt: Pandora ist ein Internetradio aus den USA. Die (Pandora-)Funktion ermöglicht es, neue Musik auf einfache Art kennenzulernen. Dazu gibst Du dort einen Titel oder Interpreten ein und bekommst ähnliche Titel empfohlen, bzw. als Radioprogramm zusammengestellt. Die Voraussetzung ist, dass der gewünschte Song in der Datenbank vorhanden ist.

Momentan fehlen Spotify noch die entsprechenden Nutzerzahlen, um eine ähnliche Funktion zur Verfügung zu stellen. Dies soll sich bis Ende diesen Jahres ändern. Die Expansion in Länder wie Österreich und Deutschland und die Integration des „Anhören-Button“ bei Facebook waren der Anfang und haben Spotify schon mal einen enormen Nutzerzulauf gebracht.

Spotify in Deutschland

Spotify war in Deutschland erst Mitte März gestartet und ist dank der überragenden Features und Benutzerführung schon außer Konkurrenz. Der dienst ist 6 Monate komplett kostenlos nutzbar (max. 10 Stunden pro Woche Musik streamen). Für die Nutzer gibt es eine mobile Anwendung und einen Desktop-Player.

Ein tolles Feature des Desktop-Players: Über seine Empfehlungsfunktion für ähnliche Künstler und die integrierte Social-Media-Anbindung entdeckt man schnell neue Musik. Auch durch das Erstellen von Playlisten, die Musik-Bibliothek und das Importieren von auf dem PC vorhandener Musik macht das Verwalten von Musik noch mehr Spaß.

Spotify für Labels und Künstler

Indie-Labels beklagen sich über sehr geringe Umsätze bei Spotify. Wenn ein Musik-Fan bei Spotify das neue Album einer Band komplett hört, erhält diese dafür nur 0,029 Euro. Aus diesem Grund sind schon mehr als 200 Indie-Labels von Spotify abgesprungen.

Verkauft man das Album beispielsweise direkt über den Dienst Bandcamp, dann können bei der Digitalversion die Fans selbst den Preis bestimmen, den sie zahlen wollen. Zahlt ein Fan 5 Euro, erhält die Band 3,88 Euro davon – 0,37 Euro gehen an Paypal, 0,75 Euro an Bandcamp.

Für Musiker gibt es also bessere Alternativen. Für Musik-Fans ist Spotify allerdings ein toller Dienst für legales Musik Streaming.

So kannst Du sofort kostenlos mit Spotify starten

  1. Besuche Spotify.com, dort findest Du mittig unter dem großen Titelbild den Link “Herunterladen und installieren“
  2. Führe nun die “SpotifySetup.exe” aus und folge den Anweisungen
  3. Nach der Installation kannst du sofort starten. Wenn Du über einen Facebook-Account verfügst, kannst Du dich mit Deinem Facebook-Konto einloggen. Alternativ kannst Du Dir auch ein kostenloses Konto auf Spotify.com erstellen.
  4. Spotify führt Dich nun mit einer kleinen „Tour“ in die Desktop-Anwendung und seine Features ein

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23 Tipps: Mit Musik Geld verdienen im Internet

23 Tipps: Mit Musik Geld verdienen im Internet

Heute mal etwas zum Thema wie Du mit Musik Geld verdienen kannst? Das Internet bietet sehr viele hervorragende Möglichkeiten für Künstler und Bands zum Geld verdienen mit Musik. Hier siehst Du 22 Wege, zum Geld verdienen mit Deiner Musik im Internet:

1) Halte Dich immer über Musikmarketing am Laufenden und werde Fan von www.facebook.com/musik.marketing
2) Verkaufe Deine Musik über einen Onlinevertrieb (z.B. über iTunes, MusicLoad)
3) Verdiene Geld mit Band Merchandise über einen Online-Shop
4) Stelle Konzert-Tickets ins Internet, um sie auch Online-Käufern anzubieten
5) Produziere Musik für andere Künstler um damit Geld zu verdienen
6) Beginne Bands zu managen und (u.A. Musik online) zu promoten
7) Melde Dich bei der GEMA/GVL an, um bei Radioplays im Internet mit Deiner Musik Geld zu verdienen
8 ) Produziere Jingles für Radiosender
9) Verkaufe Hintergrundmusik für Werbefilme online
10) Produziere Filmmusik und Musik für Online-Games
11) Produziere Klingeltöne und verkaufe diese online
12) Erstelle Musik-Tutorials und verkaufe sie im Internet
13) Erstelle ein Online-Musiker-Portal und verdiene über Werbeeinnahmen
14) Nutze Online-Streaming-Dienste wie Spotfy und verdiene über die GVL an den Plays
15) Verkaufe Musik-Instrumente über Deinen Online-Shop
16) Schreibe Songs und verkaufe Sie an andere Künstler
17) Recorde und verkaufe Live-Mitschnitte
18) Produziere Remixe von Songs bekannterer Künstler und verdiene an den Single-Verkäufen mit
19) Sammle Spenden für Dein Musik-Projekt über Dienste wie PledgeMusic
20) Produziere Meditations-CDs verkaufe sie im Internet über iTunes
21) Verdiene Geld durch Werbeeinnahmen bei deinem YouTube-Channel
22) Lade Songs auf Last.fm und verdiene durch Ausschüttungen der GVL
23) Gründe einen Fanclub und verdiene an den monatlichen Beiträgen

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[Infografik] Die drei Stufen des Online Musikmarketing & Musik Promotion

Unten sieht Du Portale für Dein Online Musik Marketing. Dort sind die bedeutensten Seiten aufgeführt, über Du Deine Musik im Internet bekannt machen und mit Musik Geld verdienen kannst.

Deine Musik Marketing Strategie muss, um Dir dauerhaft Erfolg zu bringen, diese drei Bereiche miteinander verknüpfen (siehe auch Abb.):

1. Aufmerksamkeit schaffen

Um auf Deine Musik bekannt zu machen, musst Du sie zuerst auf den gänigen Musik-Sites und Services veröffentlichen. En gut gesteltetes Album-Cover oder einem Musikvideo erhöhen die Aufmerksamkeit enorm.

2. Eine Verbindung zu Deinen Fans herstellen

Um im Gespräch zu bleiben, brauchst Du eine interessante Story über Deine Band oder Musik. Dadurch gelingt es Dir, Dich von der Masse abzuheben. Das kann beispielsweise eine mitreißende Biografie, Dein besonderer Style, oder eine neue kreierte Musikrichtung sein. Lass Deiner Fantasie freien Lauf und schaffe etwas Außergewöhnliches.

3. Zum Kauf anregen

Damit Musik liebhaber Deine Fanartikel oder Deinen Song auch kaufen können, solltest Du auf den gänigen Plattformen wie iTunes oder Musicload vertreten sein. Für den Merch– und Ticketverkauf suche Du Dir enfach die Seite aus, welche Dir am besten gefällt.

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